
Glossar
Aquifer
Ein Aquifer (auch Grundwasserleiter) ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet.
Außentemperaturreglung
Außentemperaturregelung bezeichnet Regelsysteme, welche die Außenlufttemperatur als Führungsgröße nutzen. Die Erfassung der Temperatur erfolgt in aller Regel durch einen Außentemperaturmessfühler.
Ausdehnungsgefäß
Ein Ausdehnungsgefäß ist eine technische Einrichtung zur Druckhaltung in hydraulischen Systemen mit zeitlich sich ändernden Temperaturen welche die auftretenden Volumenänderungen zwischen minimaler und maximaler Temperatur aufnehmen.
Auslegungstemperatur
Mit Auslegungstemperatur sind maximale oder minimale Außen- oder Innentemperaturen bzw. Systemtemperaturen eines Heizungssystems oder Kühlsystems, z.B. einer Kapillarrohrheizung oder Kapillarrohr-Kühldecke, gemeint nach denen das gesamte System berechnet wird.
Ausschreibungstext
Ein Ausschreibungstext ist eine Textfassung für die detaillierte Beschreibung von Lieferumfang und Leistungsumfang eines Angebotes.
Bauteile
Bauteile sind einzelne Teile, Elemente oder Komponenten, aus denen ein Bauwerk zusammengesetzt wird. Bei einem Bauteil handelt es sich um einen geometrisch zusammenhängenden Körper, der einen einheitlichen Aufbau und Konstruktion aufweist.
Betonkernaktivierung
Betonkernaktivierung (auch: thermische Bauteilaktivierung) ist ein Begriff aus der Klimatechnik und bezeichnet Systeme, welche die Gebäudemassen durch Wärm- oder Kälteeintragung mittels Flächensystem zur Temperaturregulierung nutzen. Diese Systeme werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung bzw. Kühlung verwendet.
Climadesign
Climadesign ist die Entwicklung, Planung und ingenieurtechnische Umsetzung von Lösungen zur Gebäudeklimatisierung, Heizung und Kühlung sowie von Lösungen zur Wärmespeicherung, Wärme- und Kältesammlung und –verteilung. Geo-Climadesign ist Climadesign in Einbeziehung der Umwelt-Energietechnik.
COP
Die Leistungszahl ε, bekannt auch unter der englischen Bezeichnung Coefficient Of Performance COP, ist das Verhältnis von nutzbarer Wärme- bzw. Kälteleistung zu eingesetzter Leistung bei Wärmepumpenanlagen.
Datenfernübertragung
Als Datenfernübertragung DFÜ bezeichnet man heute die Übermittlung von Daten zwischen Rechnern über ein Medium, bei der ein zusätzliches Protokoll verwendet wird über das Telefonnetz.
Deckenheizung
Die Deckenstrahlungsheizung ist eine Form der Flächenheizung für Gebäude. Die Ausführung kann im Putz, hinter Gipskartonplatten oder auch in Form abgehängter Segel erfolgen. Die Deckenheizung kann auch als Deckenkühlung oder Kühldecke genutzt werden. Die Kapillarrohr-Deckenheizung ist eine Variante der Deckenheizung bzw. Kühldecke, mit Ihr wird ein besonders flacher Aufbau und eine besonders hohe Leistungsübertragung ermöglicht.
Deckensegel
Ein Deckensegel ist die bauliche Form der Deckenheizung und -kühlung bzw. der Kühldecke. Das Kühlsegel oder Heizsegel ist in freier Planung von der Decke abgehängt.
Erdwärmekollektor
Ein Erdwärmekollektor ist ein aus Kapillarrohrmatten bestehender Wärmeüberträger, also Wärme- oder Kältesammler der horizontal im Erdreich verlegt wird. Er kann auch als Erdwärmekorb oder als Spiralkollektor ausgelegt werden.
Erdwärmesonde
Eine Erdwärmesonde (EWS Heizung) ist ein Rohrbündel, das in einem Bohrverfahren im Boden (in der Regel bis 99 m Tiefe) eingebracht wird. Mit ihrer Hilfe wird die Erdwärme aus dem tieferen Erdreich gewonnen, die zum Heizen mit Wärmepumpen oder Gratiskühlen verwendet wird.
Erdwärmesondenanlage
Eine Anlage aus 2 oder mehr Erdwärmesonden die parallel gemeinsam und hydraulisch abgestimmt betrieben werden nennt man Erdwärmesondenanlage. Der Mindestabstand zwischen den Sonden sollte 7m nicht unterschreiten.
Erdwärme
Die Geothermie oder Erdwärme ist die im oberen, erreichbaren Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien. Aufgrund des Temperaturniveaus kann auch die Erdwärme auch für als Erdkälte für Kühldecken bzw. Heizkühlsysteme genutzt werden.
Feuchtefühler
Ein Feuchtefühler ist ein Messfühler für den Einbau in Anlagen und Baukörper zur Ermittlung der relativen Luftfeuchte.
Flachkollektor
siehe Erdwärmekollektor
Flächenheizung
Flächenheizung/-kühlung ist ein Oberbegriff für verschiedene Heizungs- und Kühlungsvarianten, welche die Wärme über die Flächen der Bauteile eines Gebäudes abgeben oder aufnehmen. Die wasserführenden Flächenheizungen unterscheiden sich in mäanderförmige Flächenheizung und Kapillarrohrheizung mit Kapillarrohrmatten als wärmeabgebendes Heizelement.
Flächenkühlung
Flächenkühlung und -heizung ist ein Oberbegriff für verschiedene Heizungs- und Kühlungsvarianten, welche die Wärme über die Flächen der Bauteile eines Gebäudes abgeben oder aufnehmen. Die eingesetzten Systeme unterscheiden sich in mäanderförmigen z.B. aus Kupfermäander oder Kunststoffmäander und in Kapillarrohrsysteme aus Kapillarrohrmatten.
Fußbodenaufbau
Als Fußboden wird das Bauteil in einem Gebäude bezeichnet, das als begehbare Fläche auf einer statisch tragenden Schicht oder einem horizontalen Bauteil wie der Bodenplatte oder Geschossdecke ruht. Die verschiedenen Schichten, deren Mächtigkeit sowie Verbindung miteinander und die mechanischen und thermodynamischen Gesamteigenschaften sind wichtig für Berechnungen des Wärmebedarfs und der Belastbarkeit. Systeme für Flächenheizung beeinflussen den Fußbodenaufbau. Ein flacher Fußbodenaufbau ist mit Kapillarrohrmatten möglich.
Fußbodenheizung
Die Fußbodenheizung gehört wie auch die Wand- und Deckenheizung zu den Flächenheizungen. Sie gibt ihre Wärme vorwiegend als Strahlungswärme ab. Die wasserführenden Fußbodenheizungen haben sich in den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts durchgesetzt und zwar als Ein-Rohr-Systeme, auch Dick-Rohr-Mäander genannt. Ein Technologiesprung ist die Einführung der Kapillarrohrfußbodenheizung. Diese führte zu einer Verbesserung/Verringerung der spezifischen Systemtemperatur bzw. zu höherer Leistungsabgabe im Vergleich zur Mäander-Fußbodenheizung und zur Verringerung der Aufbauhöhe sowie zur gleichmäßigeren Wärmeverteilung an der Fußbodenoberfläche. Die Bauteilintegration ist sowohl nass als auch trocken möglich: Nass in Estrich oder Betonkern oder oberhalb der Lastverteilschicht in zementöser oder Kunststoff-Vergussmasse, oder trocken unter der Lastverteilschicht.
GEO 1
GEO 1 bezeichnet ein komplexes Regelsystem, welches durch einen Zentralregler sowie bis zu 264 angeschlossene Raumregler die optimale Heiz- / Kühltemperatur für Flächenheiz- und -kühlsysteme regelt. Dazu werden permanent in allen angeschlossenen Räumen Temperatur und relative Feuchte ermittelt und eine Taupunktunterschreitung an den Kühlflächen ausgeschlossen. Modernes Design und einfach verständliche Handhabung werden ergänzt durch die Möglichkeit über eine Internetverbindung auch von Ferne jeden Raum bequem zu regeln.
Geoclimadesign
Geoclimadesign ist die Entwicklung, Planung und ingenieurtechnische Umsetzung von Lösungen zur Gebäudeklimatisierung, Heizung und Kühlung sowie von Lösungen zur Wärmespeicherung, Wärme- und Kältesammlung und -verteilung in Einbeziehung der Umwelt-Energietechnik.
Geonik
Geonik ist die Verknüpfung von Geowissenschaft und Technik, also ein interdisziplinärer Fachbereich in dem Naturwissenschaftler, speziell Geowissenschaftler, mit Vertretern anderer Disziplinen wie Ingenieuren, Architekten, Designern oder auch Gesellschaftswissenschaftlern zusammenarbeiten. Das Ziel der Geonik ist die Erkenntnisgewinnung aus Zusammenhängen der Natur und die innovative Umsetzung der Erkenntnisse in Prozessen und Produkten der Technik und Gesellschaft.
Geothermie
siehe Erdwärme
Geologie
Die Geologie ist die Wissenschaft vom Aufbau, von der Zusammensetzung und Struktur der Erde, ihren physikalischen Eigenschaften und ihrer Entwicklungsgeschichte sowie der Prozesse, die sie formten und auch heute noch formen.
Grad Celsius
Grad Celsius ist eine Maßeinheit der Temperatur.
Gratiskühlung
Gratiskühlung ist eine Gebäudekühlung mittels kostenlos zur Verfügung stehender Kälte aus Quellen wie: Erdwärmesonden, Grundwasser, offene Gewässer oder anderen Naturkältequellen. Voraussetzung für die Gratiskühlung ist ein Kälteabgabesystem welches mit einem Temperaturniveau oberhalb der Quellentemperatur auskommt. Die höchstmögliche Kühlleistung weisen Gratiskühlanlagen mit Kapillarrohsystem aus. Die Gratiskühlung wird auch Naturkühlung genannt.
g-Wert
Der Energiedurchlassgrad auch g-Wert genannt ist das Maß für die Durchlässigkeit von transparenten Bauteilen für Energietransport. Der g-Wert als Gesamtenergiedurchlassgrad ist die Summe aus der direkten Transmission sowie der Wärmeabgabe nach innen durch Strahlung und Konvektion.
Heiztage
Anzahl der statistisch ermittelten Tage im Jahr an denen eine Raumheizung benötigt wird, bezeichnet man als Heiztage.
Hydraulik
Hydraulik nennt man die Lehre vom Strömungsverhalten der Flüssigkeiten. In Heizungssystemen spielen dabei Fließgeschwindigkeiten und Druckverluste die entscheidende Rolle um Rohrdimensionen und Pumpengrößen zu bestimmen.
Hydraulische Trennung
Hydraulische Trennung meint die Trennung verschiedener Flüssigkeitführender Systeme.
Hydraulischer Abgleich
Beim hydraulischen Abgleich werden Mattenkreisen der Kapillarrohrmatten oder anderen Rohrsystemen konkrete Durchflussmengen zugeordnet.
Hydraulische Weiche
Eine hydraulische Weiche wird in Heizungsanlagen / Kühlanlagen eingesetzt, um den Wärme- / Kälteerzeugerkreis und den Abgabekreis hydraulisch voneinander zu entkoppeln. Der Druckverlust in den beiden Kreisen ist nicht konstant.
Innentemperaturreglung
Die Innentemperaturregelung bezeichnet Regelsysteme welche die Rauminnentemperatur als Führungsgröße nutzen. Die Erfassung der Temperatur erfolgt in aller Regel durch einen Innentemperaturmessfühler.
Joule
Das Joule [d͜ʒuːl] ist die abgeleitete SI-Einheit der Größen Energie, Arbeit und Wärmemenge. Benannt ist die Einheit nach James Prescott Joule. Die Einheit Joule wird für alle Formen von thermischer Energie, mechanischer Energie und elektrischer Energie verwendet. 1 Joule = 1Ws
Kältemaschine
Eine Kältemaschine ist ein Gerät, das der Kälteerzeugung dient. Eine Kältemaschine setzt einen thermodynamischen Kreisprozess um, bei dem Wärme unterhalb der Umgebungstemperatur aufgenommen und bei höherer Temperatur abgegeben wird.
Kapillarrohr
Hier bezeichnet der Begriff Kapillarrohr die zwei verschiedenen Rohrstärken ( 3,4 und 4,5 mm ) der Verbindungsröhrchen zwischen den Mattenstämmen der Kapillarrohrmatte.
Kapillarrohrmatte
Kapillarrohrmatten, auch Kapillarmatten genannt, sind Kunststoffwärmetauscher bestehend aus 2 Verteilrohren (Mattenstamm 20 x 1,9 mm) und den verbindenden parallel laufenden Kapillarrohren. Der Abstand der Kapillarohre zueinander beträgt 10 mm bei der Sf-Matte bzw. 20 mm bei der Mi-Matte. Breite (bis 1120 mm) und Länge (bis 8.000 mm) einer Kapillarrohrmatte (Kapillarmatte) werden auftragsbezogen gefertigt und sind Teil des Kapillarrohrsystems für Kühldecken und Flächenheizung.
Kapillarrohrsystem
Das Kapillarrohrsystem, auch Kapillarsystem genannt, bezeichnet komplette Flächenheiz- und -kühlsysteme mit Kapillarrohrmatten als Abgabeflächen. Es wird genutzt als Kapillarrohrdeckenheizung und Kapillarrohrkühldecke oder Kapillarrohrfußbodenheizung und Kapillarrohrwandheizung.
Kelvin
Das Kelvin (Einheitenzeichen: K) ist die SI-Basiseinheit der thermodynamischen Temperatur und zugleich gesetzliche Temperatureinheit; es wird auch zur Angabe von Temperaturdifferenzen verwendet.
Konvektion
Konvektion ist, neben den konkurrierenden Methoden Wärmeleitung und Wärmestrahlung, ein Mechanismus zur Wärmeübertragung von thermischer Energie von einem Ort zu einem anderen. Konvektion ist stets mit dem Transport von Teilchen verknüpft, die thermische Energie mitführen. In nicht-permeablen Festkörpern oder im Vakuum kann es folglich keine Konvektion geben.
Kühldecke
Die Kühldecke gehört zur Gruppe der Flächenheiz-/ -kühlsysteme. Als Kühldecke gilt eine Raumdecke, deren Temperatur durch eingebettete wasserdurchströmte Kapillarmatten unterhalb der Raumlufttemperatur gebracht und gehalten wird. Es gibt sogenannte Kupferkühldecken und Kapillarrohrkühldecken, auch Kapillarrohrdecken genannt.
Kühllast
Die Summe aller Wärmeeinträge durch Strahlung, Transmission oder Konvektion in einen Raum welche durch Kühlung ausgeglichen werden müssen, nennt man Kühllast.
Kühllastberechnung
Die Kühllastberechnung ist das Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Kühllast eines Raumes bzw. mehrerer Räume.
Lehmwandheizung
Die Lehmwandheizung Ist eine Wandheizung eingebettet in einen Lehmputz.
Leistungsbeschreibung
In diesem Fall meint die Leistungsbeschreibung eine detaillierte Beschreibung aller Baugruppen des Systems zur genaueren Darlegung von Lieferinhalt und Lieferumfang bzw. Leistungsumfang und -inhalt.
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe welche die Quellenenergie aus der Umgebungsluft bezieht heißt Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Mattenplanung
Die Mattenplanung bzw. Kapillarrohrmattenplanung umfasst die genaue Belegung von Flächen in Fußboden, Wand und Decke mit konkret definierten Mattentypen, Mattenlängen und Mattenbreiten, sowie deren Zuordnung zueinander. In der Mattenplanung sind auch die Anschlusspunkte der Zuleitungen gekennzeichnet sowie die Beschriftung aller Matten, der Räume und Etagen.
Manometer
Das Manometer ist ein Messgerät zur Erfassung des Druckes in einem System.
Mattenfeld
Als Mattenfeld gelten eine oder mehrere Kapillarmatten die einen hydraulischen Kreis bilden.
Mattenstamm
Der Mattenstamm ist Teil der Kapillarmatte an dem alle abgehenden/ ankommenden Kapillare angeschweißt sind.
Mischer
Als Mischer bezeichnet man ein stufenlos verstellbares Ventil mit Motorantrieb zur Aufteilung eines ankommenden Massenstroms auf zwei abgehende Massenströme in einem Rohrsystem.
Muffenschweißen
Das Muffenschweißen ist ein Handschweißverfahren für die Montage von Kapillarsystemen bei dem mit einem thermisch erhitzten Schweißspiegel gleichzeitig Muffe und Rohr erst erhitzt und dann so zusammengeführt werden, das eine molekulare Stoffverbindung entsteht.
Naturkühlung
siehe Gratiskühlung
Photovoltaik
Unter Photovoltaik (oder Fotovoltaik) versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen.
PPR
Aus Polypropylen Random-Copolymerisat kurz PPR bestehen alle Kapillarrohrmatten sowie Rohre und Verbindungselemente.
Pufferspeicher
Der Pufferspeicher ist ein technisches Gerät zur zeitweiligen Speicherung von Wärme oder Kälte mit dem Ziel, Erzeugung und Verbrauch zu harmonisieren (siehe auch SunBox).
Raumregler
Raumregler sind technische Geräte zur Messung und Einstellung der Raumtemperatur ( siehe auch GEO1)
Saugbrunnen
Ein Förderbrunnen einer geschlossenen Brunnenanlage durch den das Wasser aus einem Wasserleiter zum Wärmetauscher gefördert wird, bezeichnet man als Saugbrunnen.
Schluckbrunnen
Ein Rückführbrunnen einer geschlossenen Brunnenanlage über den das zuerst geförderte Wasser wieder dem Grundwasserleiter zugeführt, bezeichnet man als Schluckbrunnen.
Solarenergie
Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie, die in Teilen als elektromagnetische Strahlung zur Erde gelangt.
Solarer Gewinn
Der solare Gewinn Ist die Summe aller Sonnenenergie, die durch Fenster oder Wände in einen Raum eingetragen wird.
Solarkollektor
Ein Sonnenkollektor oder auch Solarkollektor ist eine Vorrichtung zur Sammlung der im Sonnenlicht enthaltenen Energie. Bei Solarthermischen Kollektoren ist dies Wärme, bei Photovoltaikkollektoren ist dies Strom und bei PVT- oder Hybridkollektoren beide Energieformen.
Sole-Wasser-Wärmepumpe
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe welche die Quellenenergie aus Sonden- oder Flachkollektoren bezieht und mit einer Sole bzw. mit einem Wasser-Glykol-Gemisch befüllt sind.
Sonnenscheindauer
Die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer liegt in Deutschland je nach Ort zwischen 1300 und 1900 Stunden pro Jahr. Der Mittelwert sind 1550 Stunden Sonnenschein pro Jahr.
Sunbag
Der Sunbag ist ein solarthermisches Modul zur nachträglichen oder industriellen Auflegung auf die Rückseite eines jeglichen PV-Moduls. Mithilfe des Sunbag wird der PV-Absorber zum PVT-Kollektor bzw. Hybridkollektor ohne dass ein Materialverbund erforderlich ist. Ziel ist die Doppelnutzung von Dachflächen / Solarflächen zur gleichzeitigen Strom und Wärmeerzeugung für Heizung und Brauchwassererwärmung. Der Sunbag ist anschließbar an einen wasserbasierten Solarspeicher oder eine Sunbox. Die Vervollständigung eines PV-Absorbers durch einen Sunbag ermöglicht außerdem die Leistungssteigerung des PV-Moduls durch dessen rückseitiger Abkühlung.
Sunbox
Die Sunbox ist ein Speicher, der thermische Erträge aus solaren, geothermischen Abwärme- oder anderen Niedertemperaturquellen zwischen 26°C und 80°C ein- und ausspeichert. Die Speicherkapazität der Sunbox entspricht dem 2,5-fachen eines wasserbasierten Solarspeichers. Eine Subox enthält 10 Speicherkassetten. Die Sunbox ist modular aufgebaut und modular erweiterbar.
Stellantrieb
Als Stellantrieb bezeichnen wir einen elektrochemischen Antriebsmotor auf den Heizkreisverteilern in 24V oder 230V Ausführung zum motorischen Öffnen und Schließen der Heizkreise durch die Raumreglung.
Stille Kühlung
Stille Kühlung ist die Bezeichnung für Deckenkühlung, da sie ohne Geräusch oder Luftzug im Raum die Kühlleistung einbringt. Der Begriff ist im Vergleich zu herkömmlicher Klimatisierung entstanden.
Strahlungswärme
Wärmestrahlung ist ein Mechanismus zur Wärmeübertragung von thermischer Energie von einem Ort zu einem anderen. Im Gegensatz zu den anderen Wärmeübertragungsmechanismen, der Wärmemitführung (Konvektion) und Wärmeleitung (Konduktion) tritt Strahlungswärme auch im luftleeren Raum auf, da nur die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen möglich sein muss.
Systemtemperatur
Als Systemtemperatur bezeichnet man die Soll- oder Ist-Temperatur in hydraulischen Systemen.
Taupunkt
Als Taupunkt oder Taupunkttemperatur bezeichnet man die Temperatur, bei der sich auf einem Gegenstand (bei vorhandener Feuchte) ein Gleichgewichtszustand von kondensierendem und verdunstendem Wasser einstellt, mit anderen Worten die Kondensatbildung gerade einsetzt.
Taupunktreglung
Mit Taupunktreglung wird die Reglung von Flächenkühlsystemen, vorwiegend Kühldecken unter Berücksichtigung des Ausschlusses von Taupunktunterschreitungen beschrieben. Siehe auch GEO 1
Temperatur
Die Temperatur ist eine physikalische Größe, die vor allem in der Thermodynamik eine wichtige Rolle spielt. Ihre SI-Einheit ist das Kelvin (K). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Einheit Celsius (°C) ebenfalls zulässig.
Temperaturmessfühler
Ein Temperaturmessfühler dient zur Bestimmung von Temperaturen in flüssigen, festen oder gasförmigen Medien.
Thermische Bauteilaktivierung
Thermische Bauteilaktivierung (auch: Betonkernaktivierung) ist ein Begriff aus der Klimatechnik und bezeichnet Systeme, welche die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Diese Systeme werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung bzw. Kühlung verwendet. Die aktivierte Fläche ist dabei meist die Decke.
Thermische Energie
Thermische Energie ist die Energie, die in der ungeordneten Bewegung der Atome oder Moleküle eines Stoffes gespeichert ist. Sie ist eine Zustandsgröße. Die thermische Energie wird im SI-Einheitensystem in Joule gemessen.
Thermische Solaranlage
Als thermische Solaranlage werden Solaranlagen bezeichnet, die Sonnenstrahlung in Wärme wandeln und nutzbar machen.
Thermometer
Ein Thermometer ist ein Messgerät zur Erfassung der Temperatur.
Thermodynamik
Die Thermodynamik auch als Wärmelehre bezeichnet, ist ein Teilgebiet der klassischen Physik. Sie ist die Lehre der Energie, ihrer Erscheinungsformen und ihrer Fähigkeit, Arbeit zu verrichten. Die Basis der Thermodynamik bilden vier Hauptsätze.
Tiefengeothermie
Tiefengeothermie ist die denkbare Nutzung von Erdwärme ab 400 m Tiefe.
Transmission
Die Transmission ist in der Physik eine Größe für die Durchlässigkeit eines Mediums für Wellen wie zum Beispiel Schallwellen oder elektromagnetische Wellen (Licht usw.) Trifft eine Welle, die sich im Medium A (z.B. Luft) bewegt, auf ein Medium B endlicher Dicke (z. B. eine Linse oder eine Wand), so wird sie je nach den Stoffeigenschaften des Hindernisses zum Teil an den Grenzflächen reflektiert und beim Durchqueren ganz oder teilweise absorbiert. Der verbleibende Rest wird durch das Medium B hindurch transmittiert und tritt an der gegenüberliegenden Seite des Mediums B wieder aus.
Transmissionsverluste
Bei Gebäuden bezeichnet man mit Transmissionsverlust oder Transmissionswärmeverlust die Wärmemenge, die ein Gebäude durch seine wärmeübertragende Umfassungsfläche (Hüllfläche) bei einer Temperaturdifferenz innen/ außen an seine Umgebung abgibt, wenn jedes Flächenteil der Hüllfläche luftdicht (winddicht) ist.
Trennsystem
Ein Trennsystem ist eine Baugruppe aus Wärmetauscher, Umwälzpumpe und verschiedenen Armaturen zur hydraulischen Abtrennung mit Wärmeübertragung des Kapillarsystems von vorhandenen Heiz- / Kühlsystemen.
U-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient U (auch Wärmedämmwert, U-Wert, früher k-Wert[1]) ist ein Maß für den Wärmestromdurchgang durch eine ein- oder mehrlagige Materialschicht, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen anliegen. Er gibt die Leistung (also die Energiemenge pro Zeiteinheit) an, die durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen stationär um 1 K unterscheiden. Seine SI-Maßeinheit ist daher W/(m²·K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).
Umwälzpumpe
Eine Umwälzpumpe in einer Heizungsanlage ist eine Kreiselpumpe, die das erwärmte Wärmeträgermedium (meist Wasser) zu den Kapillarmatten und gleichzeitig das dort abgekühlte Wasser im Rücklauf wieder zurück fördert, um es in der Heizung erneut zu erwärmen.
Umschaltventil
Ein Umschaltventil schaltet per Handumstellung oder Motorantrieb die Fließrichtung zwischen 2 oder 3 verschiedenen Richtungen im Rohrsystem einer Anlage.
Vergußmasse
In diesem Fall meint Vergußmasse einen zementösen, faserarmierten Fertigbaustoff, der nach einem vorgegebenen Mischungsverhältnis mit Wasser angemischt, zum mechanischen Schutz um und über die Kapillarmatten selbstnivellierend vergossen wird.
Verschraubung
Eine Verschraubung dient zum schnellen und sicheren Verbinden von Schlauch- oder Rohrleitungen mit einem Gewinde.
Verteiler
Ein Verteiler oder genauer Heizkreisverteiler ist ein Bauteil einer Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung / -kühlung und wird zur Wärmeverteilung benötigt. Die Heizkreise (Mattenfelder) einer Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung / -kühlung werden jeweils mit einem Vorlauf und Rücklauf an den Heizkreisverteiler mittels Klemmverschraubungen angeschlossen.
Vorlauftemperatur
Mit der Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des dem Heiz-/ Kühlsystem zugeführten Wärmeübertragenden Mediums (z. B. Wasser). Bei sogenannten Niedertemperatursystemen ist die Vorlauftemperatur der Heizung gemeint. Die niedrigste Vorlauftemperatur ermöglichen Systeme mit höchstmöglicher Tauscherfläche pro m². Dies sind derzeit Kapillarrohrsysteme, bzw. Kapillarrohrmatten. Für die Vorlauftemperaturen für das Kühlen mit wassergeführten Systemen gilt dies umgekehrt, die Kapillarrohrkühlung hat die höchsten Vorlauftemperaturen für die jeweilige spezifische Leistung.
Wandaufbau
Mit Wandaufbau ist die genaue Definition der verschiedenen Schichten eine Wand hinsichtlich der angewendeten Materialien, deren Dicke und Abfolge sowie deren Verbindung miteinander gemeint.
Wandheizung
Die Wandheizung gehört zur Familie der Flächenheizungen und sorgt für die Erwärmung eines Raumes durch Wärmeabgabe der Wände mit einem relativ hohen Strahlungsanteil.
Wärmebedarf
Der Wärmebedarf eines Gebäudes oder Raumes ist die Summe aus Transmissionsverlusten und Lüftungsverlusten, welche vom Heizungssystem ausgeglichen werden muss.
Wärmebedarfsberechnung
Die Wärmebedarfsberechnung ermittelt der Wärmebedarf für jeden Raum bzw. für das gesamte Gebäude. Sie ist dir Grundlage für die Größenauslegung der Wärmeerzeugung.
Wärmedämmung
Wärmedämmung soll den Durchgang von Wärmeenergie möglichst weit reduzieren. Bei Anlagen der Wärmetechnik steht die Vermeidung von Verlusten durch Wärmeabgabe bzw. -abstrahlung im Mittelpunkt und bei Kälteanlagen soll der Eintrag von Umgebungswärme vermindert werden.
Wärmedurchgang
Wärmedurchgang wird die Wärmeübertragung von einem Fluid durch eine Wand auf ein anderes Fluid genannt.
Wärmepumpe
Unter Wärmepumpe versteht man eine Maschine, die unter Aufwendung von technischer Arbeit thermische Energie aus einem Reservoir mit niedrigerer Temperatur (in der Regel ist das die Umgebung) aufnimmt und – zusammen mit der Antriebsenergie – als Nutzwärme oder Nutzkälte auf ein zu beheizendes / zu kühlendes System mit höherer Temperatur (z. B. Raumheizung) oder niederer Temperatur (z.B. Raumkühlung) überträgt.
Wärmestrahlung
Wärmestrahlung oder thermische Strahlung ist eine elektromagnetische Strahlung bei der thermischer Energie von einem Ort zu einem anderen übertragen wird.
Wärmetauscher
Der Wärmetauscher oder Wärmeaustauscher ist eine Vorrichtung, der thermische Energie von einem Stoffstrom auf einen anderen überträgt ohne dass beide Ströme in Verbindung geraten.
Warmwasserspeicher
Speicher der warmes Brauchwasser (bis zu 95°C) mit möglichst geringen Temperaturverlusten bevorratet und von einem oder mehreren Wärmeerzeugern aufgeladen wird.
Wasserkraftanlage
Ein Wasserkraftwerk oder Wasserkraftanlage ist ein Kraftwerk, das die mechanische Energie des Wassers in elektrischen Strom umwandelt.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe meint eine Wärmepumpe, welche die Quellenenergie aus Brunnen- oder Oberflächenwasser bezieht.
Watt
Das Watt ist die SI-Einheit der Leistung. Als Einheitenzeichen wird der Großbuchstabe „W“ verwendet. Die Einheit ist benannt nach James Watt.
Zuleitungsplanung
Die Zuleitungsplanung dient der Planung der Rohrverlegung zwischen Verteilerabgang und Anschluss am Mattenfeld. Der Verteilerstandort sowie die Rohrdimensionen und die Verlegewege werden dabei festgelegt.
