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Geo + Solar

Eine geringe Heizungs-Vorlauftemperatur ist die Voraussetzung für Wärmepumpeneffizienz. Die Leistungszahl der Wärmepumpen / COP (Coefficient Of Performance) wird gewöhnlich auf der Grundlage der Wärmeabgabe-Systemtemperatur von 35°C ausgewiesen:  „W35“. Das Kapillarsystem unterbietet diese Temperatur: im Standard-Neubau bis „W28“, im Passivhaus bis „W26“. COP und Jahresarbeitszahl jeder Wärmepumpenanlage lassen sich auf diese Weise verbessern.    

Eine hohe Kühlungs-Vorlauftemperatur des Kapillarsystems ermöglicht Gratiskühlung mit Geothermie. Die Vorlauftemperaturen für die Kapillarrohrkühlung sind in Mitteleuropa auf 16/18°C ausgelegt und werden taupunktabhängig gleitend  geregelt. In Regionen mit höherer relativer Luftfeuchtigkeit legen wir die Kapillarrohr-Systeme ebenfalls auf taupunktabhängig gleitende Vorlauftemperaturen aus.  Die vertikale Erdsonde oder der Brunnen liefern eine ausreichend geringe Quellen-Temperatur für eine 100 %-ige Naturkühlung ohne weitere Zusatzenergie. Lediglich die Umwälzpumpe ist elektrisch zu versorgen.

Besonders sinnvoll bei der Nutzung von Erdsonden ist der Doppelbetrieb Heizen und Kühlen. Im Sommer wird die Quelle für den Winterbetrieb zusätzlich aufgeheizt um im Winter mit höheren Quellentemperaturen zur Verfügung zu stehen und umgekehrt sorgt der Heizbetrieb für eine Potentialsteigerung der Quelle im Sommer. Diese thermische Revitalisierung von Erdkollektoren ist der Garant für eine verlässliche und thermisch stabile Langzeitnutzung von Erdwärmesonden. In Zukunft gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung, besonders für die innerstädtische Geothermienutzung. 

 

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